Das Versicherungsgeschäft mit den Schülern

Lehrer in Baden-Württemberg verteilen jedes Jahr Angebote für Zusatzversicherungen an ihre Schüler – im Auftrag des Kultusministeriums. Verbraucherschützer sind alarmiert.

ARCHIV - Drei Schüler warten in Frankfurt am Main an einer Straße, auf der ein Auto vorbei fährt (Archivfoto).    (zu dpa «Gefährliche Schulwege: Fast 500 Unfälle in zwei Jahren» vom 112.08.2017) Foto: Arne Dedert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

ARCHIV – Drei Schüler warten in Frankfurt am Main an einer Straße, auf der ein Auto vorbei fährt (Archivfoto). (zu dpa «Gefährliche Schulwege: Fast 500 Unfälle in zwei Jahren» vom 112.08.2017) Foto: Arne Dedert/dpa +++(c) dpa – Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

„Den musst du ausfüllen, Mama.“ Mit diesen Worten legten die beiden Söhne von Juliane S. ihr jeweils einen hellgrünen Zettel hin. Sie kannte das schon. Am ersten Schultag nach den Ferien bringen die beiden, zehn und elf Jahre alt, immer diverse Schreiben der Schule nach Hause. Und einer ist immer hellgrün. Es ist ein „Versicherungsausweis für die Schüler-Versicherungen“.

Zu Schuljahresbeginn werden in Baden-Württemberg an staatlichen und privaten Schulen von den Klassenlehrern Versicherungspolicen an die Schüler verteilt. Im württembergischen Teil des Bundeslandes die der Württembergischen Gemeinde-Versicherung AG (WGV) und im badischen Teil des Landes die des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbandes (BGV). Die einen sind hellgrün, die anderen rosa.

Alle 1,5 Millionen Schüler bekommen eine Police ausgehändigt, verbunden mit der Bitte des Lehrers, den Vertrag inklusive der fälligen Rate wieder abzugeben. Die Versicherung kostet nicht viel, nur einen Euro pro Schuljahr. „Da hinterfragst du das gar nicht“, sagt die 44-Jährige.

Wie der Mutter aus Esslingen geht es Hunderttausenden Eltern in Baden-Württemberg. Sie unterschreiben, geben ihren Kindern den Euro mit und vergessen die Angelegenheit wieder. Manche füllen auch eine der Zusatzversicherungen aus für Garderobe (ein Euro), Fahrrad (sechs Euro), Musikinstrumente (sechs Euro) und für Internatsschüler (sechs bis sieben Euro). Inbegriffen sind neben einer Haftpflicht-, auch eine Unfall- und Sachschadensversicherung.

In der Regel zahlt die gesetzliche Versicherung

Dabei ist eine Schülerzusatzversicherung nach Ansichten von Branchenkennern kaum notwendig. Alle 1,5 Millionen Schüler an den 4062 allgemeinbildenden und den 784 beruflichen Schulen zwischen Konstanz und Mannheim sind per Gesetz ohnehin unfallversichert. Und die meisten Familien haben auch schon Haftpflichtversicherungen.

Der Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung erstreckt sich nicht nur auf die Unterrichtszeit selbst; auch während der Pausen und auf dem Schulweg sind Kinder gesetzlich unfallversichert. Bei den 167.885 Unfällen in der Schule und den 15.753 Unfällen, die 2016 in Baden-Württemberg auf dem Schulweg passierten, sei in aller Regel die gesetzliche Unfallversicherung eingetreten, heißt es von der Unfallkasse Baden-Württemberg. „Leider weiß das kaum jemand“, sagt ein Sprecher. „Die Eltern denken immer, dafür sind die WGV oder BGV zuständig. Die kennen sie, weil sie dort einen Euro einzahlen müssen.“

Peter Breun-Georke, Syndikus der Wettbewerbszentrale in Bad Homburg, findet es „merkwürdig“, dass Versicherungen an Schulen vertrieben werden. „Bei 1,5 Millionen Schülern und Schülerinnen als potentielle Versicherungsnehmer kann man nicht von Geringfügigkeit sprechen“, argumentiert der Rechtsanwalt. Die Schule sollte seiner Ansicht nach ein geschützter und werbefreier Ort sein: „Dort sollten keine solchen Geschäfte stattfinden.“

Quelle: Spiegel, 16.01.2018

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SSC Schwenningen bringt Friedensschülern Schwimmen bei

Der Schwimm- und Skiclub Schwenningen veranstaltet für Zweitklässler der Friedensschule, die nicht schwimmen können, eine Arbeitsgemeinschaft. Es geht um das Erlernen der Schwimmfähigkeiten.

Mindestens jeder zweite Grundschüler in Deutschland kann nicht richtig schwimmen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Um diesem Trend entgegenzuwirken, bietet die Schwenninger Friedensschule in Kooperation mit dem Schwimm- und Skiclub Schwenningen  (SSC) einen Schwimm-AG für die Nicht-Schwimmer der zweiten Klasse an. „Unser Ziel ist es, dass die Schüler nach dem Schuljahr das Seepferdchen bestehen“, sagt Margareta Müller, Vorsitzende des Schwimm- und Skiclubs. Für den Schulleiter der Friedensschule, Wolfgang Kneer, liegen die Gründe, warum ein Großteil Schülerinnen und Schüler in Deutschland nicht mehr richtig schwimmen kann, klar auf der Hand. „Es werden zunehmend Hallenbäder geschlossen, sodass die Kinder das Schwimmen nicht mehr erlernen können“, meint er. Im Gegenzug, so der Schulleiter weiter, entstünden immer mehr Spaßbäder, bei denen Kinder und Jugendliche nicht schwimmen können müssten, sondern im Schwimmbecken herumtoben und -tollen. Jeden Donnerstag von 16.15 bis 17 Uhr lernt eine fünfköpfige Gruppe, bestehend aus Nicht-Schwimmern der Friedensschule, zusammen mit einem Schwimmtrainer oder -trainierin des SSC das Schwimmen im Schwenninger Lebenshilfebad. Gestern wurde die AG von Isabell Hoffmann, die Schwimmtrainerin sowie Grundschullehrerin der Friedensschule ist und das Projekt mitinitiierte, geleitet. Ihr Schwimmkursus basiert auf den fünf Grundtechniken Atmen, Gleiten, Schweben, Tauchen und Fortbewegen im Wasser, wie sie der NECKARQUELLE verrät. Mit der Schwimmleistung ihrer fünf Schützlinge, die gestern zum allerersten Mal an der Arbeitsgemeinschaft teilgenommen haben, ist sie sehr zufrieden. „Sie haben das alle sehr gut gemacht. Es war kein Kind dabei, das mit dem Wasser Probleme gehabt hat oder Angst davor hatte, den Kopf unter das Wasser zu tauchen“, so die Schwimmlehrerin stolz.

Quelle: Neckarquelle, 11.01.2018

Friedensschule in Schwenningen August 2015

Friedensschule in Schwenningen
August 2015

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Schule bietet besten Einblick

Im Rahmen eines Berufsinformationstags in der Villinger Albert-Schweitzer-Schule fand am Freitag ein Berufsinformationstag statt. Dieser richtete sich an interessierte Schüler, die sich mit den dort angebotenen Berufsfeldern näher beschäftigen konnten.

m schuleigenen Gewächshaus pflanzen die Besucher am Schnuppertag Efeu ein. Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder-Bote

m schuleigenen Gewächshaus pflanzen die Besucher am Schnuppertag Efeu ein. Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder-Bote

 

Alexander Rustler, Abteilungsleiter der Schule, führte die Gäste durch die Räume der Albert-Schweitzer-Schule und testet ihr Wissen mit einem Gewinnspiel.

 

In den Unterrichtsräumen fanden Schnupperstunden in Berufsbereichen wie Gartenbau, Landschaftsbau, Landwirtschaft und Floristik sowie Hauswirtschaft und Altenpflege statt. Dort warteten derzeitige und auch ehemalige Schüler auf die zahlreichen Interessenten. Neben ausführlichen Informationen bekamen die Besucher durch eigenes Ausprobieren und Testen Einblicke.

Zu Beginn wurde den Interessierten eine Auflistung der angebotenen Berufsfelder und ein Frage-Antwort-Bogen ausgehändigt.

So wurde beispielsweise in der Station der Vollzeitschule Hauswirtschaft und Gesundheit gefragt, welche natürlichen Stoffe, die als pH-Indikatoren dienen, die Schüler kennengelernt hätten. Der Gewinner mit den meisten richtigen Antworten wurde mit einem Kinogutschein belohnt.

Rustler gestaltete den Berufsinformationstag abwechslungsreich, sorgte für kurze Laufwege und interessante Einblicke. Durch den Fragekatalog sei die Aufmerksamkeit des Einzelnen auf den Vortrag gerichtet und durch die kleine Belohnung werde die Motivation hierfür angeregt, erklärte Rustler.

Ergänzt wurde die Berufsinformation mit einer Station, an der explizit Informationen und Tipps zur Ausbildungs- und Praktikumsplatzsuche gegeben wurden.

An den Stationen gab es viel zu lernen, aber auch viel auszuprobieren: Im Berufsfeld Floristik zeigten die Schüler im zweiten Ausbildungsjahr den Besuchern, wie man Adventsgestecke sowie Haarschmuck aus Blumen bindet. Beim Gartenbau machten sich die Schüler die Finger schmutzig: Sie durften im schuleigenen Gewächshaus selbst Efeu einpflanzen.

In der Abteilung der Altenpfleger wurde den Schülern die Wichtigkeit des Desinfektionsmittels näher gebracht. Für die Auszubildenden ist es sehr wichtig, mehrmals täglich die Hände zu desinfizieren, um so Krankheitserreger nicht an die Patienten weiterzugeben.

Mittels der UV-Reinigungskontrolle konnten die Schüler erkennen, welche Stellen vergessen wurden. Bei den Landwirten wurden Milchproben ausgeschenkt, anhand derer erraten werden sollte, um welche Milchart es sich handelt.

Quelle: Schwarzwälder Bote 15.12.2017

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Roboter in Hauptrolle

Ein zweiarmiger, kollaborativer Roboter der Firma ABB macht Karriere als Schauspieler. Erstmalig in Europa führt das Kammertheater aus Frickenhausen ein Stück auf, in welchem neben den beiden Schauspielern ein Roboter eine Rolle übernimmt.

Sie sind sich einig, dass viele von der Theaterfabrik 4.0 profitieren. Foto: Gewerbeschule Foto: Schwarzwälder-Bote

Sie sind sich einig, dass viele von der Theaterfabrik 4.0 profitieren. Foto: Gewerbeschule Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Schwenningen. Im Sommer 2018 wird dieses Stück nun in Villingen-Schwenningen zu sehen sein. Neben der Lernfabrik 4.0 entsteht dann an der Gewerbeschule VS eine Theaterfabrik 4.0, in der sowohl für Schulen als auch für die Öffentlichkeit das Stück „Der Sandmann 4.0“ mehrmals gespielt wird.

Parallel dazu findet vom 25. Juni bis zum 20. Juli ein Theaterprojekt mit Schülern der Gewerbeschule VS statt, das von den Schauspielern professionell unterstützt wird. VS darf auf eine kreative Erstaufführung dieser Theatergruppe gespannt sein. Um dieses Event vorzubereiten, lud Schulleiter Siegfried Kärcher eine innovative Gruppe an den Schulstandort Schwenningen ein. Jens Swadzba, Vorsitzender des Theaters am Turm, begrüßte die Initiative und sieht darin „einen guten Impuls für die Theater der Stadt“. Christiane Rapp vom Amt für Kultur sagte zu, dass die Abteilung Theater und Konzerte die Theaterfabrik 4.0 unterstützen werde. Lisa Nitzsche, Lehrerin an der GSVS, freut sich darauf, interessierte Schüler bei dem Projekt zu unterstützen. Markus Singler vom Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft wird sich an die Firmen wenden, welche Industrie 4.0 umsetzen wollen, und um Unterstützung für die Theaterfabrik 4.0 werben.

Stefan Hänlein von der Theaterspinnerei Frickenhausen wird dafür sorgen, dass der Roboter gut Theater spielt, und Armin Frank sieht in der Theaterfabrik 4.0 eine ideale Möglichkeit, die gesellschaftlichen Veränderungen, die durch die Digitalisierung entstehen, zu vermitteln.

 Der Leiter der Theaterspinnerei Frickenhausen, Jens Nüssle, verweist darauf, dass die 200 Jahre alte Kurzgeschichte „Der Sandmann“ von E.T.A Hoffmann heute aktueller ist als je zuvor Anja Rudolf, Vertreterin der Volkshochschule und der Städtischen Galerie, wird als Expertin die Projektideen beurteilen. Schulleiter Siegfried Kärcher glaubt, dass zu digitaler Bildung auch die Auseinandersetzung mit Theater 4.0 gehört. Stefan Müller von der Firma Sick-Stegmann, ist überzeugt davon, dass auch Betriebe daran interessiert sind.
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Kontroverse um Villinger Sportplätze: Gutachten abwarten oder gleich erneuern

Gemeinderat beschäftigt sich mit Sportanlagen am Hoptbühl und im Goldenbühl. Breuning und von Mirbach machen Druck. Gemeinderat vertagt Entscheidung ins Frühjahr

Der Sportplatz des Hoptbühlgymnasiums ist seit Monaten aus Sicherheitsgründen für die Schüler gesperrt. Unklar bleibt, bis wann er saniert wird. Bild: Jochen Hahne

Der Sportplatz des Hoptbühlgymnasiums ist seit Monaten aus Sicherheitsgründen für die Schüler gesperrt. Unklar bleibt, bis wann er saniert wird. Bild: Jochen Hahne

Die weitere Nutzung der beiden völlig maroden Sportplätze am Hoptbühl-Gymnasium und der Sportanlage im Goldenbühl an der Berliner Straße sorgte am Mittwoch für eine längere kontroverse Debatte im Gemeinderat. Eine Entscheidung wurde auf Vermittlung von Oberbürgermeister Rupert Kubon erst einmal aufs Frühjahr vertagt.

  • Die Grundsatzfrage: Knackpunkt der Auseinandersetzung war die Frage, ob der Gemeinderat hier sofort eine Entscheidung für eine schnelle Sanierung treffen soll. Oder aber, so wie es der Wunsch des städtischen Sportbeirates und des Sportverbandes Villingen-Schwenningen ist, ersteinmal den objektiven Gesamtbedarf an Sportplätzen in Villingen durch ein Gutachten prüfen lassen. Der Sportbeirat empfahl, das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS), das bereits in Schwenningen eine solche Untersuchung durchführt, mit einem Gutachten aller Sportplätze in Villingen zu beauftragen.
  • Stadt in der Pflicht: Dieser Vorschlag stieß im Gemeinderat auf zum Teil geharnischte Kritik. CDU-Sprecherin Renate Breuning sagte, für die Notwendigkeit, den Schulsportplatz am Hoptbühl-Gymnasium zu sanieren, bedürfe es keines Gutachtens. Der Platz sei aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Anstatt ein weiteres Gutachten zu beauftragen sollte man das Geld nehmen und die Sanierung des Platzes planen. Entschieden gleicher Meinung war Joachim von Mirbach (Grüne), der die Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung einer wütenden Sprachkritik unterzog.

    Hier gehe es nicht um „Wünsche“ der Schulleitung und Eltern, zürnte der pensionierte Gymnasiallehrer, sondern um Pflichten der Stadt. Denn an dieser Schule könne nicht mehr der im Lehrplan geforderte Schulsportunterricht abgehalten werden. „Wir sind hier in der Pflicht als Schulträger“, betonte von Mirbach. Er legte dem OB nahe, den Vorlagenschreiber des Textes in einen „Formulierungskurs“ zu schicken und forderte wie Breuning eine Planungsrate für den Neubau des Sportplatzes in 2018, damit der Platz 2019 fertiggestellt werden kann.

  • Erst analysieren: Oberbürgermeister Rupert Kubon, aber auch Edgar Schurr (SPD) und Cornelia Kunkis-Becker (Grüne), warnten davor, dass sich der Gemeinderat bei der Sportplatzplanung schon wieder über das Votum des Sportbeirates hinwegsetzt. Vor zwei Jahren hatte ein ähnlicher Vorfall zum Rücktritt des gesamten Vorstandes des Sportverbandes geführt. Edgar Schurr riet dringend dazu, in Augenhöhe mit den Vereinen zuerst eine vollständige Bedarfsanalyse in Villingen zu machen ähnlich jener, die gerade für die Schwenninger Sportplätze erhoben werde. Die Stadt könne nicht jedem Verein und jeder Schule alle Wünsche erfüllen. Es gehe darum, Prioritäten festzulegen. Cornelia Kunkis-Becker unterstrich, dass es Ziel des Sportbeirates sei, die Situation der Sportanlagen qualitativ zu verbessern, bei der Unterhaltung aber zu Einsparungen zu kommen. Um dies mit den Vereinen in einem sauberen Verfahren hinzubekommen, brauche man Zeit.
  • Kompromissvorschlag: Stefan Assfalg, der zuständige Amtsleiter, erklärte, im März und April werde das IKPS-Institut sein Gutachten für die Schwenninger Sportplätze den Gemeinderat vorlegen. Dann wäre der geeignete Zeitpunkt gekommen, anschließend durch die Gemeinderatsgremien die Villinger Sportplätze zu besichtigen und zu entscheiden, ob ein neues Gutachten oder aber ein sofortiger Planungsbeschluss für den Hoptbühlsportplatz sinnvoll sei. Nach weiterem Hin und Her schloss sich der Gemeinderat dem Vorschlag des Oberbürgermeisters an, über die Sanierung des Hoptbühlplatzes im Frühjahr nach einer Besichtigung der Villinger Sportplätze zu entscheiden. Es sei ohnehin völlig unrealistisch, sagte Kubon, dass die mit zahlreichen Bauprojekten belasteten technischen Ämter der Stadt schon vor dem Frühjahr eine Planung für den Sportplatz erstellen könnten.
  • Sozialwohnungen auf Sportplatz? Ebenso soll mit der seit Jahren größtenteils brachliegenden Sportanlage im Goldenbühl verfahren werden: Besichtigung und Entscheidung im Frühjahr. Der Sportbeirat der Stadt und der Inline-Hockeysportclub EHC Villingen-Schwenningen wollen, dass der Platz unbedingt erhalten und erneuert wird. Bürgermeister Detlev Bührer wies aber darauf hin, dass der Platz vom Amt für Stadtentwicklung auch als „perfekter Standort“ für eine Bebauung mit Sozialwohnungen betrachtet. Entsprechende Pläne eines Investors sollen ebenfalls im Frühjahr vorgestellt werden. Möglicherweise, so Bührer, müsse die Fläche zwischen Wohnungsbau und Sportplatz auch aufgeteilt werden.

Quelle: Südkurier 14.12.2017

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Und wieder hapert’s an der Kommunikation

Während die Generalsanierung des Gymnasiums am Deutenberg im Zeitplan liegt, muss sich der Schulverbund nebenan weiterhin in Geduld üben: Die längst erforderlichen Sanierungsmaßnahmen gehen nur schleppend voran. Einen kleinen Funken Hoffnung für eine Gesamtlösung gibt es aber.

oto: Kratt Foto: Schwarzwälder-Bote

Foto: Kratt Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Schwenningen. Für Bernd Ellinger, Leiter des Schulverbunds am Deutenberg, ist es eigentlich keine Überraschung mehr gewesen: Die Lieferung der neuen Gefahrengutschränke für Chemikalien, die für die Herbstferien vorgesehen war, verschiebt sich auf das kommende Jahr. „Ich hoffe, dass ich im Januar etwas höre, wann wir genau mit den Schränken rechnen können“, gibt sich der Schulleiter geduldig.

Entsorgen möchte er die Stoffe, die derzeit zwischengelagert werden, daher nicht. Ganz ursprünglich hatte die Stadt die erforderlichen Schränke sogar für die vergangenen Pfingstferien angekündigt. Im Mai hatte Ellinger daraufhin als Sofortmaßnahme eine Dienstanweisung an Schüler und Lehrer ausgesprochen, auf den Gebrauch von Gefahrenstoffen im naturwissenschaftlichen Unterricht zu verzichten. „Fakt ist, dass wir auch im laufenden Schuljahr mindestens ein Dreivierteljahr keinerlei Praxisunterricht mit Gefahrenstoffen machen können“, so Ellinger.

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Quelle: Schwarzwälder Bote 16.12.2017

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Alexia Calvagna überzeugt mit Clan der Wölfe

Schulsiegerin Alexia Calvagna (Mitte) neben der Zweitplatzierten Chiara Schradi (vorne l.) und dritten Siegerin Lea Nickolmann (vorne r.) vor der Jury Foto: GaH Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Villingen. Alexia Calvagna hat den Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs am Hoptbühl-Gymnasium für sich entschieden. Sie setzte sich in zwei überzeugenden Runden gegen die starken Klassensiegerinnen Chiara Schradi und Lea Nickolmann durch und darf die Schule im Regionalentscheid vertreten.

Die Sechstklässlerin wählte für die erste Leserunde eine Textstelle aus der beliebten Jugendbuchserie Clan der Wölfe und überzeugte die Jury schon hier mit einer äußerst sauberen Lesetechnik und einer gelungenen Textinterpretation. In der zweiten Runde mussten die drei Leserinnen einen ihnen unbekannten Text vortragen. Da dieser zwischen der Reflexion und dem Erzählerbericht einer Figur hin und her wechselte, hatten die Schülerinnen eine schwierige Aufgabe zu bewältigen, die alle drei jedoch äußerst gut meisterten. Für die Jury, bestehend aus zwei Schülerinnen, zwei Deutschlehrern und Schulleiterin Simone Duelli-Meßmer, ergab sich damit ebenfalls keine einfache Aufgabe. Letztlich fiel die Wahl jedoch auf Alexia, was von den mitfiebernden Mitschülern, die die Sechstklässlerin schon zuvor mit Plakaten und ermutigenden Zurufen unterstützt hatten, mit lautem Jubel und Umarmungen aufgenommen wurden. Siebtklässlerin Estée Hauser, die als letztjährige Schulsiegerin mit in der Jury saß, hatte nach der Siegerehrung gleich noch ein paar Tipps für Alexia im Gepäck, damit diese auch in der nächsten Runde des Wettbewerbs ihr Können möglichst gut unter Beweis stellen kann.

Quelle: Schwarzwälder Bote 13.12.2017

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Warnung vor Mehrbelastung bei der VS-Verwaltung

Warnung vor Mehrbelastung bei der VS-Verwaltung

Der Stellenplan 2018 in Villingen-Schwenningen geht mit knapper Mehrheit durch. Der Personalrat kritisiert Einsparungen. 

Trotz weiterer Stellen herrscht eine hohe Arbeitsbelastung bei der VS-Verwaltung. | Bild: Jochen Hahne

 

Ja- zu 15 Nein-Stimmen akzeptierte der Gemeinderat den Stellenplan der Stadt für das Jahr 2018. Zuvor hatte Joachim Wöhrle, Leiter des Haupt- und Personalamts, Einsparungen in Höhe von 203 000 Euro bekannt gegeben: 180 000 Euro beim Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (Jubis) sowie 43 000 Euro bei drei weiteren Stellen. Damit hat die Stadt über 1030 Mitarbeiter bei einem Personaletat von 65,5 Millionen Euro.

Allerdings scheint sich die Arbeit in den Ämtern zu stapeln, daher spricht Petra Schramm vom Personalrat wegen der Kürzungen von „deutlichen Belastungen“. Als Beispiel verweist sie auf die Mehrarbeit in der Innenrevision, hervorgerufen durch verzögerte Abgabe der Prüfungen, sowie des Standesamts – hier schlägt das größere Geburtsregister beim neuen Klinikum durch. Der Druck auf die Mitarbeiter werde erhöht, beklagte sie. Im Vergleich zu ähnlich großen Städten sei Villingen-Schwenningen im unteren Drittel der Stellenskala, beklagte SPD-Fraktionssprecher Edgar Schurr. Dafür werde hier aber „hervorragende Arbeit“ geleistet. Er kritisierte die Kürzungen.

Oberbürgermeister Rupert Kubon betonte, dass es sich nicht um einen Verzicht handele. Die Stellen würden später besetzt. Er verwies darauf, dass bei der Vorgehensweise Konsens bestand, so wurde zum Beispiel im technischen Bereich nicht gestrichen. Auch mit den Kürzungen ist das Jubis das Amt mit dem höchsten Stellenzuwachs – vor allem in den Bereichen Schulen und Kindertagesbetreuung.

Quelle: Südkurier 12.12.2017

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Stadt will 55 Stellen mehr

Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, sollen nächstes Jahr 55 neue Stellen geschaffen werden. Im Rahmen der Haushaltsverabschiedung am 12. Dezember müssen die Stadträte zuvor den Stellenplan genehmigen, der es in sich hat.

    • Die Kosten: Die Personalausgaben würden – wenn alle neuen Stellen genehmigt werden – auf 65,77 Millionen Euro steigen. 2017 lagen die Kosten bei 61,38 Millionen Euro und im Jahr zuvor bei 58,22 Millionen Euro. Im Stellenplan 2017 haben 1550 Mitarbeiter 983 Stellen besetzt. Die Differenz zwischen Stellen und Mitarbeitern rührt daher, so Madlen Falke von der Pressestelle der Stadt, dass viele Vollzeitstellen von mehreren Teilzeitkräften belegt sind. Für nächstes Jahr soll die Zahl der Stellen auf 1034 steigen, wieviel Mitarbeiter mehr dann bei der Stadt arbeiten ist erst klar, wenn die Stellen auch besetzt sind. Die Zahl der Mitarbeiter ist kontinuerlich seit 2013 – da waren es 1402 – gestiegen.
    • Schulen und Kindergärten: Die meisten Stellen, 27,5, beantragt das Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport in den Bereichen der Kindertagesbetreuung und Schulen. Grund seien die gestiegenen Kinderzahlen, gesetzliche Vorgaben oder Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses, die umgesetzt werden müssten.
    • Obdachlosenheim: Das Bürgeramt möchte für das neue Obdachlosenheim eine Vollzeitstelle haben. Begründung: Die personelle Betreuung in der Notunterkunft sei derzeit völlig unzureichend und im Sinne der obdachlosen Menschen aus Sicht des Bürgeramtes nicht tragbar. Im Moment gibt es über die Sozialen Dienste der AWO nur einmal in der Woche für vier Stunden eine sozialpädagogische Beratung, ein städtischer Hausmeister ist vormittags im Haus.
    • Die Kultur: Das Kulturamt hätte gerne eine Stelle für Theaterpädagogik, Kommunikation und Social Media. Es müssten differenzierte inhaltliche Konzepte für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unterschiedlicher Herkunft entwickelt werden. Außerdem müsse das Projekt Tanzland betreut werden, für das die Stadt von der Kulturstiftung des Bundes 110 000 Euro erhält. Hier soll das Angebot an zeitgenössischen Tanzproduktionen in mittleren Städten gefördert werden.
    • Datenschutz: Ab 2018 muss die Stadt einen Datenschutzbeauftragten anstellen, bisher war das eine Bestimmung, die nicht umgesetzt werden musste, das ändert sich jetzt. Der europäische Gesetzgeber hat sich zudem entschieden, die Bußgelder für Datenschutzverstöße drastisch zu erhöhen.
    • Die Sitzung: Der Haushalt wird am Dienstag, 12. Dezember, ab 17 Uhr im Rahmen einer Gemeinderatssitzung in der Neuen Tonhalle verabschiedet. Dabei diskutieren die Räte auch über den Stellenplan.

 

Quelle: 08.12.2017 SÜDKURIER

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