Klosterringschule wird längerfristig zur Baustelle

Umbau zur Ganztagsschule beginnt demnächst im laufenden Unterrichtsbetrieb. Dann kommt der Brandschutz. Zwei bis drei Jahre Bauzeit. Zeit der Sommerferien wurde nicht genutzt

In diesem mittelalterlichen Klosterraum wird die künftige Küche für die Schüler der Klosterringschule und der Sprachheilschule eingerichtet, erläutert Architektin Cornelia Gärtner vom Hochbauamt der Stadt. Der Boden wird ein Meter höher verlegt. Bild: Jochen Hahne

Schüler und Lehrer der Klosterringschule und der Sprachheilschule müssen in den nächsten zwei, drei Jahren mit einer umfassenden Bautätigkeit während des laufenden Schulbetriebs leben. Geplant ist der Ausbau zur Ganztagsschule, die Brandschutz-Modernisierung und die Erneuerung der Hauselektrik. Die Bauarbeiten beginnen erst jetzt, nach dem die Sommerferien weitgehend verstrichen sind.

    • Zeit zu knapp: Aufgrund der komplexen Planung des Millionen-Projekts, so äußerte Architektin Cornelia Gärtner vom städtischen Hochbauamt, sei es nicht gelungen, mit den Bauarbeiten schon früher zu starten. Aufgegeben wurde auch der ursprüngliche Ansatz, die einst von der Stadtharmonie Villingen genutzten Proberäume im Obergeschoss des Turnhallen-Gebäudes der Klosterringschule rechtzeitig zum Schuljahresbeginn für die geplante Ganztages-Betreuung der Schüler herzurichten. Dafür habe die Zeit seit der Genehmigung der Ganztagsschule im Februar einfach nicht ausgereicht.
    • Provisorium: Daher wird nun im Schulgebäude ein „provisorischer Ganztagesbereich“ eingerichtet. Vier Klassenzimmer im Erdgeschoss sowie ein Hausmeisterzimmer wurden geräumt, um dort die Mädchen und Buben auch nachmittags betreuen zu können. Rund 70 Kinder sind angemeldet. Die Betreuung außerhalb des Unterrichts wird durch pädagogisches Fachpersonal geleistet, das im Wesentlichen bisher im Johanna-Schwer-Kinderhort gearbeitet hat. Wie berichtet, wird der Hort aufgelöst und das Personal in die Schule umgesetzt.

      Konkret werden zum Schulbeginn drei Fachkräfte vom ehemaligen Kinderhort sowie eine weitere Fachkraft von anderer Stelle die Ganztagesbetreuung in der Schule leisten, teilt die Stadt mit. Nächste Woche ist Umzug: Die Einrichtung aus dem Johanna-Schwer-Hort wird nächste Woche in die Klosterringschule verlagert.

  • Priorität für Küchen und Mensa: Anschließend soll dann, so Architektin Cornelia Gärtner, mit dem ersten Bauabschnitt in der aus mehreren Gebäude-Trakten besehenden riesigen Schule beginnen. Priorität haben Küchen und Mensa. Im Erdgeschoss des ehemaligen mittelalterlichen Dominikanerinnen-Klosters wird im einstigen Chorraum eine Küche und ein Speisesaal eingerichtet, damit die Schüler, die zur Ganztagesbetreuung angemeldet sind, dort ein Mittagessen einnehmen können. Bis der aufwändige Umbau des Küchenraums abgeschlossen ist, werden die angelieferten Essen im Speisesaal aufgewärmt. Bis Ende des Jahres soll dann die neue Küche, deren Boden ein Meter höher gelegt und an das Niveau des Speisesaals angepasst wird, fertiggestellt sein.
  • Elektro-Sanierung: Parallel dazu läuft im Turnhallen-Gebäude die Elektrosanierung an: Komplett erneuert werden alle Elektroleitungen und -installationen und die Beleuchtung. Außerdem werden eine neue elektrische Lautsprecheranlage und eine Brandmeldeanlage installiert. All dies kostet rund 600 000 Euro. Der Umbau der Mensa und Küche kostet weitere 900 000 Euro.
  • Der erste Abschnitt: Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann mit den Umbauarbeiten für den neuen Ganztages-Betreuungsbereich im Obergeschoss des Turnhallen-Baus angefangen werden. Das werde wohl erst im Frühjahr 2018 erfolgen, erläutert die Architektin. Dann ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen.
  • Teurer Brandschutz: Doch die Belastung durch die Bautätigkeit wird insgesamt zwei bis zweieinhalb Jahre dauern, sagt die Architektin. Denn es werden noch ein, zwei weitere Bauabschnitte folgen, um den Brandschutz umfassend zu modernisieren. Installiert werden neue Brandschutztüren, eine Außenfluchttreppe, Brandschutzwände und Rauchabzüge, bauliche Umgestaltungen werden notwendig. 3,6 Millionen Euro hat die Stadt bisher für alle Bauabschnitte veranschlagt. Angesichts der rasant steigenden Baukosten könnte aber noch einiges an Kosten oben drauf kommen, vermutet die Architektin

Quelle: Südkurier Eberhard Stadler

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