570 Schüler an der Friedensschule sind ohne Pausenhof

Rat genehmigt Umwandlung in der Friedensschule in eine Ganztagesschule, bauliche Maßnahmen müssen jetzt ganz schnell folgen. SPD macht sich vor Ort ein Bild, Pausenhof als Gefahrenquelle und nicht nutzbar.

So sehen die Wunschzettel der Schüler für einen neuen Pausenhof an der Friedensschule aus. Bild: SPD

Die Friedensschule ist seit der Zusammenlegung mit der Hirschbergschule eine der größten Grundschulen Baden-Württembergs. Insgesamt sind hier 570 Schüler untergebracht. Jetzt ist die Schule eine Ganztagsschule in Wahlform. Der Gemeinderat hat am Mittwochabend einen mehrheitlichen Beschluss gefasst. Allerdings gab es einige kritische Stimmen: So mahnte Birgitta Schäfer (SPD) an, dass dringend der Pausenhof saniert werden müsse. Die SPD-Fraktion habe sich vor Ort umgeschaut und ein Bild gemacht von den Miss-Ständen.

Kein Geld im Haushalt

Klaus Martin (CDU) wies darauf hin, dass für die Neugestaltung eines Pausenhofs an der Friedensschule kein Geld im Haushalt und auch nichts in der mittelfristigen Finanzplanung eingestellt sei. „Wir müssen an all die vielen Projekte denken, die wir jetzt beschlossen haben. Da wird die Luft dann irgendwann schon eng“, brachte Martin die Bedenken auf den Punkt, dass irgendwann kein Geld mehr für die Friedensschule übrig sei.

Es könne nicht sein, dass ein Projektbeschluss gefasst und man dann vertröstet werde. Stefan Assfalg, Leiter des Amtes für Jugend, Bildung und Sport versprach, dass die Schule auf jeden Fall „ertüchtigt wird.“ Wenn man dem Beschluss zur Ganztagesschule zustimme, müsse man wissen, dass dies auch Geld kostet. Die Friedensschule ist derzeit noch eine Grund- und Werkrealschule.

Bei der Besichtigung der SPD sprach Rektor Wolfgang Kneer vor allem den derzeit nicht nutzbaren, wegen akuter Unfallgefahr gesperrten Schulhof an. Der vordere Teil des Pausenhofes, der jetzt auch von Grundschülern mitgenutzt werden muss, sei ebenfalls in einem katastrophalen Zustand und mit Schlaglöchern und Stolperfallen übersät. Laut Aussage von Elternvertretern komme es immer wieder vor, dass hier Kinder stürzen und sich verletzen.

Dringend notwendig sei es, den seit einem Jahr gesperrten hinteren Schulhof schnell zu sanieren, betonte Schulrektor Wolfgang Kneer gegenüber der SPD-Fraktion. Eine Sanierung der westlichen Außenfassade sei unabdingbar, um einerseits bessere Lichtverhältnisse in die Klassenräume des Untergeschosses zu bringen und andererseits zu verhindern, dass die Schimmelbildung im Untergeschoss, verursacht durch marode Lichtschächte nicht fortschreitet und die Bausubstanz durch eindringende Feuchtigkeit weiteren Schaden nimmt. Edgar Schurr betonte: „Es geht nicht an, Schulen zusammenzulegen und hiernach, dringendste Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten auf die lange Bank zu schieben.“

Die Schule

Die frühere Hirschbergschule, eine Grundschule, wurde zum Schuljahresbeginn 2017/2018 auf Erlass des Regierungspräsidiums mit der Friedensschule zusammengelegt. Das gesamte Erdgeschoss muss für den Ganztagesbereich mit integrierter Mensa und Ausgabeküche baulich verändert werden. Die Planung für den Ganztagesbetrieb soll dem Gemeinderat rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen vorgestellt werden.

Quelle: Südkurier 26.04.2018 Claudia Hoffmann

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